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Allgemeine Fragen

Aufstellung

Spielbeginn

Aufschlag

Punkt oder kein Punkt?

Spielabwicklung

Trikots

 


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Allgemeine Fragen

Könnte ich ein Tischtennis-Regelbuch bekommen?

Antwort: Die Tischtennisregeln setzen sich zusammen aus

  • den internationalen Tischtennisregeln A und B
  • der Wettspielordnung des Deutschen Tischtennisbunds (DTTB)
  • und den Zusatzbestimmungen des Badischen Tischtennisverbands (BTTV)

Der Badische Tischtennisverband hat ein Regelheft zusammengestellt, das alle diese Regeln enthält.

Vereinfacht kann man sagen, dass in den internationalen Tischtennisregeln A alles geregelt wird, was direkt am Tisch passiert (Aufschlag, Rückschlag, Netz, Schlagreihenfolge im Doppel).

In den Tischtennisregeln B geht es u. a. um die Zuständigkeiten der Schiedsrichter und des Oberschiedsrichters, um Spielkleidung, um die Spielabwicklung (Pausen, Time-Out) und um Fragen der Disziplin.

In der Wettspielordnung sind alle weiteren Bestimmungen für Einzel- und Mannschaftswettkämpfe (Spielsysteme, Aufstiegs- und Abstiegsregelungen, Mannschaftsaufstellungen, Verspätung, Nichtantreten, etc.) zusammengefasst. Der Badische Tischtennisverband hat von seinem Recht Gebrauch gemacht, einige Details der Wettspielordnung noch zu präzisieren ("Zusatzbestimmungen").


Aufstellung

Wann muss beim Pokalspiel (Dreiermannschaft, modifiziertes Swaythling-Cup-System, 6 Einzel, ein Doppel nach dem dritten Einzel) die Doppelpaarung benannt werden?

Antwort: Die Doppelpaarung braucht der Mannschaftsführer erst nach den ersten drei Einzelspielen zu benennen.


Wann muss beim Sechser-Mannschaftssystem (Paarkreuzsystem) spätestens die Einzelaufstellung erfolgen?

Antwort: Nach D 1.8 der Wettspielordnung des DTTB erfolgt die endgültige Einzelaufstellung spätestens vor Beginn des ersten Einzels. Die Änderung einer vorher abgegebenen Einzelaufstellung ist bei allen Spielsystemen, die mit Doppel beginnen, noch möglich. Diese Regel kann dann interessant werden, wenn sich z. B. ein Spieler während des Doppels verletzt, oder wenn die Mannschaft noch auf einen verspäteten Spieler wartet, die Doppel aber bereits ohne diesen Spieler angefangen haben.



Spielbeginn

Zwei Abwehrspieler treten gegeneinander an. Spieler A gewinnt die Wahl, wählt Rückschlag und schlägt vor, sofort mit der Wechselmethode ("Zeitspiel") zu beginnen. Spieler B nimmt den Vorschlag unter der Voraussetzung an, dass Spieler A den Aufschlag übernimmt. Wie ist zu entscheiden?

Antwort: Aufschlag für Spieler B, weil der Spieler A sich für Rückschlag entschieden hat, und diese Entscheidung steht. Es gibt zunächst kein Zeitspiel, weil die Spieler sich nicht ohne Bedingungen darauf einigen konnten.


Spieler A gewinnt die Wahl und nimmt eine Seitenwahl vor. Wer schlägt dann auf?

Antwort: Spieler B kann frei entscheiden, ob er zuerst aufschlagen oder zurückschlagen möchte.


Spieler A gewinnt die Wahl und nimmt eine Seitenwahl vor. Wer schlägt dann auf?

Antwort: Spieler B kann frei entscheiden, ob er zuerst aufschlagen oder zurückschlagen möchte.



Aufschlag

Welcher Partner schlägt zu Beginn des zweiten Satzes im Doppel auf?

Antwort: Das Paar, das im ersten Satz zunächst zurückgeschlagen hat, hat nun Aufschlag und darf frei bestimmen, welcher der beiden Partner zuerst aufschlägt.


Beim Doppel trifft der Aufschläger zweimal genau die Mittellinie: sowohl im eigenen Spielfeld als auch im gegnerischen. Ist dieser Aufschlag korrekt?

Antwort: Ja, denn die Mittellinie gilt laut Regel 1.6 (Tischtennisregeln A) als Teil der beiden rechten Spielfeldhälften.


Beim Aufschlag wird der Ball über dem Tisch, der Schläger jedoch unter dem Tisch gehalten, so dass der Gegner erst im letzten Moment sehen kann, mit welcher Schlägerseite (schwarz oder rot) der Ball geschlagen wird. Ist dies regelkonform?

Antwort: Ja; die Aufschlagsregel sagt nichts darüber aus, wo sich die Schlägerhand befinden muss.



Punkt oder kein Punkt?

Spieler A berührt während des Ballwechsels mit dem Schläger den Netzpfosten. Wie ist zu entscheiden?

Antwort: Der Gegner erhält einen Punkt, weil der Netzpfosten zum Netz gehört, und dieses nicht berührt werden darf.


Der Spieler A schlägt den Ball regelgerecht in die extrem weite Vorhand seines Gegners. Dieser springt über die Umrandung in die Nachbarbox und spielt so den Ball doch noch zurück. Spieler A verschlägt den Ball und reklamiert, dass er von der Aktion des Gegner irritiert worden sei. Wie ist zu entscheiden?

Antwort: Punkt für Spieler B. Es ist nicht verboten, in die Nachbarbox zu springen. In der Nachbarbox ist das Spiel dann jedoch wegen Störung zu unterbrechen. Dies ist aber natürlich die Aufgabe des anderen Schiedsrichters.


Spieler A berührt während des Ballwechsels mit der Schlägerhand die Spielfläche. Wie ist zu entscheiden?

Antwort: kein Fehler, der Ballwechsel geht weiter.


Ein Spieler hält den Schläger innerhalb eines Ballwechsels mal mit der rechten Hand, mal mit der linken. Geht das?

Antwort: Ja, es steht nirgendwo, dass das nicht ginge.


Während eines Ballwechsels schlägt der Spieler A den Ball so, dass er die Netzhalterung berührt und dann ins gegnerische Spielfeld springt. Wie ist zu entscheiden?

Antwort: Der Ballwechsel geht weiter. Die Netzhalterung gehört zum Netz; es handelt sich hier also um einen Netzball.


Spieler A spielt einen Ball mit so viel Drall, dass er nach dem Aufspringen wieder in seine Hälfte zurückspringt. Spieler B schlägt den Ball nun über dem Spielfeld des Gegners, aber ansonsten korrekt zurück. Wie ist zu entscheiden?

Antwort: Der Ballwechsel geht weiter. Es ist nicht verboten, über dem Spielfeld des Gegners zu schlagen.



Spielabwicklung

Nach dem vierten Satz bemerkt ein Spieler, dass während des ganzen Satzes auf der falschen Seite gespielt worden ist. Wie ist der fünfte Satz auszutragen?

Antwort: Es gibt keinen Seitenwechsel. Der fünfte Satz ist so auszutragen, wie er bei vollständig korrekten Seitenwechseln gespielt worden wäre. Faustregel: Sobald ein Irrtum bemerkt wird, wird er behoben.


Wann ist eine Unterbrechung (Handtuchpause) erlaubt?

Antwort: zwischen den Sätzen, während eines Satzes nur nach jedem sechsten Punkt, sowie beim Seitenwechsel im Entscheidungssatz.


Trikots

Bei einem Verbandsspiel hat der Spieler A ein hellgraues Trikot an. Da mit weißen Bällen gespielt wird, verweigert sein Gegner das Spiel mit der Begründung, dass dieses Trikot zu hell sei. Was ist zu tun?

Antwort: Die Regeln sehen für solche Fälle vor, dass der Oberschiedsrichter (OSR) entscheidet. Da nun aber bei uns normalerweise kein OSR eingesetzt ist, bleibt nur, den Vorfall möglichst genau auf dem Spielberichtsbogen zu vermerken. Es entscheidet dann der Staffelleiter. Da hellgrau nicht weiß ist, würde der Spieler A sein Spiel dann als gewonnen bewertet bekommen. Trotzdem droht der Mannschaft dieses Spielers eine Ordnungsstrafe, wenn sein Trikot nicht dem Mannschaftsdress entsprochen hat.